Fachwissen und Erfahrungen aus erster Hand, persönliche Begegnungen und eine wachsende LBX-Familie
Ein Wiedersehen, ein Gespräch in der Kaffeepause, eine Frage, aus der sich eine neue Idee entwickelt. Beim Local Marketing Day 2026 waren es auch diese Momente zwischen den Programmpunkten, die den Tag besonders gemacht haben.
Am 17. September kamen in der Pyramide Mainz Kunden, Partner, Marketingverantwortliche aus verschiedenen Branchen und das LBX-Team zusammen, um Erfahrungen auszutauschen und neue Perspektiven auf lokales Marketing zu gewinnen. Dabei wurde für uns spürbar, dass aus dem Netzwerk rund um Local Brand X langsam eine LBX-Familie zusammenwächst. Viele kannten sich bereits aus dem vergangenen Jahr und freuten sich auf das Wiedersehen. Neue Gesichter kamen hinzu und brachten ihre eigenen Fragen und Erfahrungen mit.
Die Pyramide Mainz bot dafür ein passendes Bild. Auch im lokalen Marketing steht die Marke an der Spitze, getragen von einem Fundament aus Standorten, Vertriebspartnern und lokalen Teams. Sie bringen die Marke vor Ort zum Leben und entscheiden mit darüber, ob aus einer zentral geplanten Kampagne eine erfolgreiche lokale Maßnahme wird. „Wer an der Spitze sichtbar sein will, sollte das Fundament verstehen.“ Dieser Gedanke zog sich durch den Tag, von den Einblicken auf der Bühne bis zu den persönlichen Gesprächen dazwischen.
Was lokales Marketing heute weiterbringt
Die Vorträge zeigten, wie vielfältig die Aufgaben und Herausforderungen im lokalen Marketing sind. Wie schaffen Unternehmen die Voraussetzungen dafür, dass gute Ideen vor Ort auch umgesetzt werden? Diese gemeinsame Frage verband alle Teilnehmer vor Ort.
Die Plattform entwickelt sich mit den Anforderungen ihrer Nutzer weiter.
Simon Hofbauer blickte auf die Roadmap des vergangenen Jahres zurück. In mehr als 20.000 Entwicklungsstunden sind seit dem letzten Local Marketing Day 157 neue Funktionen hinzugekommen, darunter das Kampagnenmanagement und der KI-Marketing-Assistent. Der Einblick zeigte, welche Möglichkeiten die Local Marketing Plattform von Local Brand X für die Planung und Umsetzung lokaler Maßnahmen inzwischen bietet. Darüber hinaus gab es einen Ausblick auf die Roadmap des kommenden Jahres und es wurden weitere geplante Funktionen vorgestellt.
Zwischen Strategie und Praxis entscheidet sich, was vor Ort ankommt.
In der Paneldiskussion sprachen Tim Kehr (STARK Deutschland), Sebastian Bürger (INITIATIV Team, Concordia Versicherungen), Sebastian Wulff (LVM Versicherung) und Michael Tietgen (Einkaufsbüro Deutscher Eisenhändler) offen über die Balance zwischen zentraler Steuerung und lokaler Freiheit. Wie viel Orientierung braucht eine Marke und welchen Spielraum ein Standort? Und was entscheidet darüber, ob eine Kampagne der Zentrale tatsächlich umgesetzt wird: der Inhalt, der Prozess oder die Überzeugungsarbeit? Die Diskussion griff damit Fragen auf, die viele Teilnehmende aus ihrem eigenen Marketingalltag kennen.
Wenn das Händlernetz wächst, muss das Marketing mitwachsen.
Sebastian Ackermann von MG Motor beschrieb, was es für die Marketingorganisation bedeutet, wenn das Händlernetz innerhalb weniger Jahre von knapp 100 auf 180 Standorte wächst. Mehr Ansprechpartner und Abstimmungen können den Weg zum fertigen Werbemittel deutlich verlängern. Ein gemeinsames Marketingportal vereinfacht diesen Prozess. Händler wählen zentrale Vorlagen aus, passen sie für ihren Standort an und bestellen direkt. So verbindet MG Motor einen einheitlichen Markenauftritt mit lokaler Handlungsfähigkeit und schafft mehr Zeit für das Kerngeschäft.
Zentrale Planung braucht einen klaren Weg zu den Menschen vor Ort.
Michael Busch von der EUROBAUSTOFF zeigte anhand des Marketing-Cockpits, wie Kampagnen zentral geplant und an die Gesellschafter ausgerollt werden. Der Einblick machte greifbar, wie eine Plattform die Verbindung zwischen Kampagnenplanung und lokaler Umsetzung unterstützen kann.
Sichtbarkeit beginnt bei verlässlichen Informationen.
Madeline Hirt von Uberall rückte die Unternehmensprofile in relevanten Online-Verzeichnissen in den Mittelpunkt. Vollständige und aktuelle Angaben bilden eine wichtige Grundlage dafür, dass Standorte gefunden werden – in Suchmaschinen ebenso wie in KI-gestützten Suchangeboten. Ein Thema, das im Alltag leicht hinter der nächsten Kampagne zurücksteht, für die lokale Auffindbarkeit aber entscheidend ist.
Werbebudgets brauchen einen Fokus.
Maximilian Balbach von crossvertise ging der Frage nach, wo Händler ihr Budget sinnvoll einsetzen können. Seine Empfehlung war, sich auf ein bis drei Kanäle zu konzentrieren, die zur Zielgruppe passen. Besonders interessant waren die Möglichkeiten von Digital Out-of-Home und Connected TV. Durch geografische Aussteuerung lassen sich auch diese Formate für lokale Werbung nutzen.
Ein gemeinsames Konzept kann viele persönliche Geschichten erzählen.
Oliver Zapel von Cheggl zeigte, wie aus einem gemeinsam mit dem Kunden erarbeiteten Konzept rund 2.000 individuelle Videos für etwa 300 HanseMerkur-Partner entstehen und das ohne KI und nah am jeweiligen Standort. Das Beispiel machte deutlich, wie sich eine zentrale Idee mit den Menschen und Besonderheiten vor Ort verbinden lässt.
Am POS zählt auch der richtige Moment.
Andre Brinkmöller von vir2store veranschaulichte, welchen Einfluss interaktive Screens auf Kaufentscheidungen haben können. Laut der vorgestellten Studie landen fast 15 Prozent mehr im Warenkorb, wenn eine Anzeige im passenden Moment ausgelöst wird. Die Inhalte für die Screens lassen sich direkt aus der Local Marketing Plattform bespielen. Jeder Standort kann selbst auswählen und individualisieren, was ausgespielt wird.
KI eröffnet Möglichkeiten und verlangt eine bewusste Auseinandersetzung.
Prof. Dr. Kevin Bauer zeigte Anwendungsbeispiele für prädiktive und generative KI und gab Einblicke in die automatisierte Planung, Koordination und Ausführung durch agentische KI. Dabei ging es sowohl um Potenziale als auch um Risiken. Sein Vortrag lieferte damit Anregungen, genauer hinzusehen und mögliche Anwendungen differenziert zu beurteilen.
Der Wert der Gespräche dazwischen
Die fachlichen Impulse gaben den Gesprächen in den Pausen und beim Abendevent viele Anknüpfungspunkte. Wer Marketing für mehrere Standorte oder Vertriebspartner organisiert, begegnet häufig ähnlichen Fragen, auch über Branchengrenzen hinweg.
Wie lassen sich Vertriebspartner zur Teilnahme an Kampagnen motivieren? Welche Freiräume brauchen lokale Teams? Und wie können Prozesse einfacher werden, ohne die Markenqualität aus dem Blick zu verlieren?
Im persönlichen Austausch können aus solchen Fragen neue Perspektiven entstehen. Man erfährt, wie andere Unternehmen eine Aufgabe angehen, welche Hürden sie erleben und was sich in ihrer Praxis bewährt hat. Das kann helfen, eigene Entscheidungen einzuordnen und neue Lösungswege zu entdecken.
Gleichzeitig bietet ein solcher Veranstaltungstag Raum für Begegnungen, die in keinem geplanten Meeting so entstehen würden. Ein Gespräch darf sich weiterentwickeln, eine spontane Nachfrage führt zu einem anderen Thema und man lernt die Menschen hinter einer beruflichen Rolle kennen. Gerade diese Offenheit ist sehr bereichernd und wir schätzen sie sehr.
Aus Kontakten wächst eine Community
Die Freude über das Wiedersehen hat uns besonders bewegt. Sie zeigt, dass die Verbindung zwischen Kunden, Partnern und unserem Team über einzelne Projekte hinauswächst.
Das meinen wir, wenn wir von unserer LBX-Familie sprechen. Menschen bleiben miteinander im Austausch, teilen ihr Wissen und interessieren sich dafür, wie andere ihre Aufgaben lösen. Neue Teilnehmende erweitern diesen Kreis und bringen weitere Erfahrungen ein.
Für uns liegt darin ein wichtiger Wert von Community. Wer sich persönlich kennt, kann leichter an ein Gespräch anknüpfen oder eine Idee gemeinsam weiterdenken. So reicht der Nutzen des Local Marketing Days weit über den Termin hinaus.
Was wir mitnehmen
Der Local Marketing Day 2026 hat uns fachliche Anregungen gegeben und die persönliche Verbindung innerhalb unserer Community gestärkt.
Wir nehmen neue Ideen für lokales Marketing mit, zusätzliche Perspektiven auf bekannte Herausforderungen und die Freude darüber, dass unsere LBX-Familie weiter zusammenwächst. Denn ein starkes Fundament entsteht auch dort, wo Menschen einander zuhören, Erfahrungen teilen und gemeinsam Lösungen weiterdenken.
Danke an alle Speakerinnen und Speaker, die Teilnehmenden der Paneldiskussion, unsere Partner und alle Gäste, die ihre Erfahrungen und Fragen eingebracht haben. Und danke für die persönlichen Begegnungen, die diesen Tag für uns ausgemacht haben.
Wir freuen uns darauf, die Gespräche fortzusetzen und auf das nächste Wiedersehen.




