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Zero-Party-Daten im Marketing. Wie freiwillige Kundendaten den Unterschied machen

Mirja Ng-Metzker

Mirja Ng-Metzker

Zero-Party-Daten im Marketing. Wie freiwillige Kundendaten den Unterschied machen

„Daten sind das neue Öl“, dieser Satz ist längst ein Klassiker im digitalen Marketing. Doch nicht alle Daten haben denselben Wert. Während sich Unternehmen früher stark auf Drittanbieterdaten und Cookies stützten, stehen heute Datenschutz, Vertrauen und Relevanz im Mittelpunkt. Die zentrale Frage lautet daher: Wie können Unternehmen relevante Kundendaten sammeln und nutzen, ganz ohne intransparente Tracking-Technologien oder rechtliche Grauzonen?

Die Antwort liegt in einem datenschutzkonformen und nutzerfreundlichen Ansatz: Zero-Party-Daten.

Was sind Zero-Party-Daten?

Zero-Party-Daten sind Informationen, die Kunden ganz bewusst und aktiv mit einem Unternehmen teilen, beispielsweise durch die Teilnahme an einer Umfrage, die Anmeldung für einen Newsletter oder durch die Auswahl persönlicher Interessen auf einer Website. Anders als bei Daten, die aus dem Kundenverhalten abgeleitet werden, braucht es hier keine Interpretation: Die Nutzer geben selbst an, was sie möchten, bevorzugen oder planen.

Gerade im lokalen Marketing entstehen so wertvolle Einblicke in die Bedürfnisse einzelner Zielgruppen und das auf eine Weise, die transparent und datenschutzkonform ist.

Was unterscheidet Zero-Party-Daten von anderen Datenarten?

Im Marketing unterscheidet man zwischen vier grundlegenden Arten von Kundendaten: Zero-, First-, Second- und Third-Party-Daten. Die Zero-Party-Daten zeichnen sich dadurch aus, dass sie explizit vom Kunden bereitgestellt werden, z.B. über Formulare, Umfragen oder Produktempfehlungs-Tools. Im Gegensatz dazu basieren First-Party-Daten auf direktem Nutzerverhalten, also dem Klickverhalten auf einer Webseite oder Käufen in einem Onlineshop. Second-Party-Daten stammen von Partnern, mit denen das Unternehmen Daten teilt, während Third-Party-Daten aus externen Quellen kommen, wie aus Werbenetzwerken oder über Cookies, die zunehmend regulatorisch eingeschränkt werden. *

In der Praxis hat sich gezeigt: Je näher die Daten an der Quelle sind, desto höher ist ihre Qualität und ihre rechtliche Sicherheit.

Warum Zero-Party-Daten im lokalen Marketing so wichtig sind

Der größte Mehrwert liegt, wie bereits erwähnt, in der direkten Beziehung zwischen Unternehmen und Zielgruppe. Wenn Menschen Informationen freiwillig preisgeben, weil sie einen inhaltlichen oder funktionalen Mehrwert darin sehen, entsteht eine vertrauensvolle Basis für personalisierte Kommunikation.  

Für lokal agierende Unternehmen mit dezentralen Strukturen, ist das besonders wertvoll. Statt anonymer Datenmengen aus Drittquellen erhalten sie spezifische Informationen, die lokal relevant sind, wie z.B. für Events, Kampagnen oder individuelle Produktempfehlungen.

Woher kommen Zero-Party-Daten und wie können sie gesammelt werden?

Zero-Party-Daten entstehen überall dort, wo ein echter Austausch zwischen Marke und Nutzer stattfindet. Besonders wirkungsvoll sind Formate, bei denen Menschen einen klaren Mehrwert erhalten, etwa Informationen, Angebote oder die Möglichkeit zur Mitgestaltung.

Zu den typischen Quellen gehören:

  • Interaktive Formulare (z. B. für Anfragen, Probefahrten oder Rückrufwünsche)
  • Newsletter-Anmeldungen mit Interessensauswahl
  • Produktfinder oder Quizformate
  • Feedbackumfragen nach dem Kauf
  • Downloads von E-Books oder Broschüren
  • Gewinnspiele und Giveaways mit Teilnahmedaten

Diese Daten lassen sich an vielen Touchpoints generieren, ob auf Webseiten, in Apps, im Call-Center oder am Point of Sale. Der Schlüssel liegt in der gezielten Bündelung und Nutzung dieser Daten.

Was Unternehmen aus dem Einsatz von Zero-Party-Daten lernen können

Wer weiß, dass ein Kunde regelmäßig an Umfragen teilnimmt oder bestimmte Produktkategorien bevorzugt, kann diesen aktiv und gezielt ansprechen. Unternehmen, die solche freiwillig geteilten Daten systematisch erfassen und im CRM nutzbar machen, profitieren laut Artikel von höheren Öffnungsraten, stärkerer Kundenbindung und effektiveren Kampagnen, insbesondere auf lokaler Ebene.

Was die Local Marketing Plattform von Local Brand X möglich macht

Damit Zero-Party-Daten im Unternehmen auch wirkungsvoll zum Einsatz kommen, braucht es eine technische Infrastruktur, die Erhebung, Verarbeitung und Ausspielung miteinander verbindet. Die Local Marketing Plattform kann dafür die Grundlage sein, mit der die Marketingzentrale gezielt Maßnahmen bereitstellen kann, anhand derer die Vertriebspartner und Standorte einfach und DSGVO-konform Daten erheben und personalisiert ausspielen können.

Wenn Sie mehr über Zero Party Daten oder den Einsatz in der Local Marketing Plattform erfahren möchten, kontaktieren Sie uns gerne. Wir freuen uns auf den Austausch.

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Die Übersicht zeigt, worin sich verschiedene Arten von Kundendaten unterscheiden und welche Rolle sie für personalisierte Kommunikation spielen

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